Bestickt, bemalt, appliziert: Das Stadtmuseum zeigt Fahne

Einen Streifzug durch die Geschichte der Fahnenkultur vermittelt die aktuelle Ausstellung. Für das Projekt haben der königliche Eupener Geschichts- und Museumsverein und das Stadtmuseum gemeinsame Sache gemacht und ein farbenreiches Gesamtkonzept erstellt.

Eupens bunte Vereinsfahnen

Große und kleine Formate aus Wollstoff, Samt und Seide füllen den Ausstellungsraum und lassen tief in die Anfänge des Vereinswesen ab Mitte des 19. Jahrhunderts blicken. Für die Anschaffung einer Vereinsfahre, wurden oft über Jahre hinweg Spenden gesammelt. Die Fahne wurde nämlich überall dort präsentiert, wo Vereine an die Öffentlichkeit traten. Die Teilnahme an Prozessionen und Paraden war für die lokalen Gesellschaften eine Frage der Ehre.  In der Fahne sahen die Mitglieder eine Art Visitenkarte, die den Verein bei allen Auftritten repräsentierte. Dafür wurde auch bei der Gestaltung nichts dem Zufall überlassen. Oft handelte es sich um kostbare Einzelstücke, die kunstvoll bestickt oder bemalt waren. Einen wichtigen Posten im Verein nimmt noch heute der Fahnenträger ein, in dessen Verantwortung das Hegen und Pflegen der Fahne mit Krone, Stab und weiterem Zubehör steht.

Die Ausstellung zeigt besonders symbolträchtige Fahnen mit Bezug zu den wichtigsten Vereinskategorien wie den Turnclubs, Schützen- und Gesangsvereinen sowie den gewerblichen Vereinigungen. Sie gibt Einblicke in die Freizeitkultur der Eupener Bevölkerung und beschäftigt sich näher mit dem Einfluss des Fahnenkults auf unseren alltäglichen Sprachgebrauch. Darüber hinaus vermitteln ergänzende Texttafeln, welche Gebrauchsformen Fahnen und Flaggen im Laufe der Epochen erfahren haben und welche Bedeutung man ihnen heute noch beimisst.

Die Ausstellung kann bis zum 2. Oktober von dienstags bis sonntags zwischen 13 und 17 Uhr besichtigt werden.

Sondertermine mit Rundführung sind auf Anfrage möglich. Termine für öffentliche Führungen werden demnächst mitgeteilt.